Korbweidenfelder


Früher wurden Schilffelder in den Tiefebenen außerhalb der Deiche angebaut. Mit der Ablagerung der Flüsse wurden die Felder von Schilfbeete in Korbweidenanlagen umgewandelt.

Neue Korbweidenanlagen werden immer noch für die Reisigholzproduktion konstruiert und genutzt. Alte Korbweidenanlagen werden im Kontext der Kultur und Erhaltung der Natur bewirtschaftet. Bei Van Aalsburg arbeitet ein erfahrenes und motiviertes Team in einer der wenigen übrig gebliebenen, niederländischen Gewerben: das Gewerbe der Korbweidenverarbeitung – auf Niederländisch „griendwerker“ – in alten und neuen Korbweidenanlagen.

Das Gewerbe der Korbweidenarbeiter

 

Korbweidenarbeiter früher und heute

 

Die feuchte Landschaft, das unvorhersehbare Klima und die Bewirtschaftung der Korbweidenanlagen sind die Umstände, unter denen die Korbweidenarbeiter seit hunderten von Jahren arbeiten. Das Biegen und Tragen von Holz bei jedem Wetter macht diese Arbeit zu einer besonders schweren. Aus diesem Grund wählen junge Leute schnell einen anderen Beruf und das Gewerbe der  Korbweidenverarbeitung wird hauptsächlich von älteren Leuten ausgeübt.

Heute ist bei Van Aalsburg ein junges motiviertes und gut ausgebildetes Team aus Angestellten sowie den sieben Van Aalsburg Brüdern tätig und vollständig für das Gewerbe der Korbweidenverarbeitung verantwortlich. Das ist einzigartig in den Niederlanden.

In vorigen Jahrhunderten war die Korbweidenverarbeitung mit Armut gleichgesetzt: harte Arbeit mit geringer Bezahlung. Während der Winterzeit verbrachten die Arbeiter viele Stunden in den Korbweidenanlagen; laufend, Holz anordnend und tragend, schliefen in selbstgebauten Hütten, welche oft feucht und zugig waren.

Das Herzstück der Arbeit in den Korbweidenanlagen ist über die Jahre hinweg immer noch die gleiche geblieben, es geht immer noch um das Schneiden von Holz und das Schleppen durch den Schlamm. Jedoch haben sich die Bedingungen positiv geändert: heutzutage gehen die Korbweidenarbeiter jeden Tag nach Hause und sind gute Unterkünfte verfügbar, um die Freizeit zu genießen und während der Arbeit eine Pause zu machen. Zudem ist das modernste Werkzeug verfügbar, um die Arbeit in den Korbweidenanlagen zu erleichtern.

Schneiden und Bündeln von Reisigholz


Das Schneiden von Reisigholz geschieht auf eine traditionelle Weise und es dauert meist drei Jahre, um das Handwerk gut zu beherrschen. Gewöhnlicherweise wird dies vom Vater an den Sohn weitergegeben, genauso, wie es in der Van Aalsburg Familie geschah. Das Hauptwerkzeug der Korbweidenarbeiter ist eine messerscharfe Machete, welche höchstpersönlich vom Korbweidenarbeiter nach besonderen Richtlinien geschärft wird. Nach dem Abschneiden wird das Reisigholz gebündelt, in früheren Tagen mit dünnen Weidenstielen, heutzutage mit einer Schnur, da  die Kultivierung und Verlaschung von Weidenstielen damals arbeitsaufwändig war. Hinzu kommt, dass eine spezielle Knotentechnik benötigt wurde, welche auch noch heutzutage einige Mitarbeiter bei Van Aalsburg perfekt beherrschen müssen. Die geknoteten Reisigholzbündel werden an einen Platz gebracht, welcher zugänglich ist für größere Ausstattungen und von dem aus die Bündel zur Lagerung transportiert werden.

Antike Korbweideanlagen

 

Kulturelle Bewahrung und Erhaltung von antiken Korbweidenanlagen

Korbweidenanlagen – oder auf Niederländisch „grienden“ – sind dort, wo viele Weiden wachsen, angesiedelt. Diese Felder haben ihren Ursprung im natürlichen Wachstum, wie Felder im Biesbosch und Rhoon. In den Niederlanden wurden Korbweidenanlagen über Jahrhunderte kultiviert. Manche dieser Korbweidenanlagen werden immer noch erhalten wie in früheren Tagen, dank der Finanzmittelbeschaffung.

 

Weiden in der Agrarwirtschaft

In der Agrarwirtschaft wurden Weiden über viele Jahrhunderte hinaus für verschiedene Anwendungen verwendet. Weiden wachsen am besten in niedrig gelegenen Feldern oder neben Flüssen. Für andere Vegetationen zu sumpfig, wählten Landwirte diese „wertlosen“ Stücke ihres Landes für das Wachstum von Weiden. Sie wählten spezifische Weidenzweige und Reisigholz für ihre eigenen Zwecke aus und das übrige Holz wurde an die Wasserbau-Industrie verkauft. Von den aussortierten Zweigen machten die Landwirte Körbe, Fischtöpfe, Möbel, Besen und Schaufelgriffe sowie Zäune. In manchen niederländischen Museen – beispielsweise im Biesboschmuseum – sind diese Weiden- und Reisigholzprodukte immer noch ausgestellt.

 

Bewahrung und Erhaltung von antiken Korbweidenanlagen


In den 60er Jahren ersetzte Kunststoff viele der Anwendungen, die zuvor mit Weiden gefertigt wurden. Mit dem Ausfall dieses Marktes wurden Weidenzweige und Reisigholz nicht länger geerntet. Glücklicherweise blieben einige der Korbweidenanlagen erhalten und wurden weiterhin bewirtschaftet, doch mit einem anderen Ziel: Tourismus, Kultur und der Bewahrung der Natur. Diese antiken Korbweidenanlagen werden vorrangig von niederländischen Regierungsinstitutionen wie Staatsbosbeheer, Groenservice Zuid-Holland und Landschapsbeheer Nederland gemanagt. Van Aalsburg wurde von diesen Institutionen  für die Erhaltung von ungefähr 345 m2 von traditionellen Korbweidenfeldern unter Vertrag gestellt.

Van Aalsburg hat jegliche Ausrüstung und Wissen, um kulturelle Erhaltungsprojekte in Gebieten der Wattenfelder und Korbweidenanlagen zu erhalten. Unsere Ausrüstung umfasst spezielles Gewerbematerial, um Holz und leichtes Gewicht über Wasser zu transportieren sowie kompakte Kettenfahrzeuge, die dasselbe auf schmalen Wegen mit matschigem Untergrund ermöglichen.

Da wir Experten in der Erhaltung sind, können wir uns um Folgendes kümmern:

–          Schneiden und Sägen von Weiden auf den Feldern
–          Graben und Ausbaggern von Gräben
–          Mähen von Pfaden und Feldern
–          Mähen von Schilffeldern
–          Anlegen von neuen Weidenfeldern
–          Säubern verschiedener Objekte
–          Anbringen von Lehmverschalungen oder anderen Oberflächen auf Pfaden

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten wissen? Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch unter +31 (0)418 581229 oder per E-mail an info@vanaalsburgbv.nl

Vom Grünschnitt zur Kopfweide

 

Die 2,5 m lange und daumendicke Kopfweide wird gepflanzt und nach 3 Jahren auf die gewünschte Länge gekürzt. In den nächsten 3 Jahren wachsen die Zweige, welche dann getrimmt werden. Die Weide wird alle 2 bis 4 Jahre getrimmt und wächst während der Dekaden zu einer größeren und dickeren Weide heran. Irgendwann wird sie alt und fällt herunter, beispielsweise während eines Sturmes. Die alte Weide wird durch einen neuen Steckling ersetzt und das Leben der Weide beginnt ganz von Vorne.

Für diesen kommerziellen Zweck wird ausschließlich Holz von neuen Korbweidenanlagen genutzt und Reisigholz von den antiken Korbweidenfeldern nicht mehr bevorzugt. Heutzutage geht fast der komplette Anbau-Ertrag an Uferschutz oder Faschinen im Wasserbau.

Neue Korbweidenfelder

Korbweidenfelderanlagen der Firma Van Aalsburg

Da die antiken Felder über die Jahre hinweg zu arbeitsintensiv waren und nicht mehr den Qualitätsstandards entsprachen, baute Van Aalsburg neue Felder zur Erschließung an. Heute besitzen wir ungefähr 248 m2 an Anlagen, was uns zum größten Lieferanten von verschiedenen Weidentypen macht.

 

Bepflanzung und Erhaltung von neuen Korbweidenanlagen

Neue Korbweidenanlagen sind meistens in nicht zu sandigem Untergrund angebaut, auf Untergründen direkt hinter den Deichen. Die neuen Korbweidenanlagen werden mechanisch bepflanzt, wobei eine selbstentwickelte Ausrüstung benutzt wird. Diese Ausrüstung sorgt für komfortable und effiziente Arbeit: sechs Reihen von Stecklingen werden gleichzeitig gepflanzt, Höhe und Entfernung sind komplett computergesteuert. Im Winter werden die Felder geerntet und das Holz wird geschnitten, um im Frühling auf einer anderen Stelle angebaut werden zu können. Nach 2 Jahren sind die Weiden genug gewachsen, um das erste Reisigholz zu ernten. Nach ungefähr 8 Ernten werden die kleinen Kopfweiden ausgegraben und neue Stecklinge gesetzt.

Krankheiten und Insekten werden mit der selbstgebauten Maschinerie bekämpft, welche die Plantage bis zu einer Höhe von 6 Metern besprühen kann. Mit dieser Maschinerie besitzt Weidenzaunonline.de eine akkurate, umweltfreundlichere und günstigere Kontrollmethode, anstatt das Schädlingsbekämpfungsmittel aus dem Flugzeug zu sprühen.

 

Ernten und Erträge von neuen Korbweidenanlagen

Die Ernte startet am Anfang des Herbstes. Zuerst werden die hochwertigsten Zweige geschnitten – das beste Material der Plantage, welches für das Pfropfen in der Gartenindustrie benutzt wird. Die Mitarbeiter von Van Aalsburg sind speziell ausgebildet in der Aussortierung und Ausschneidung dieses erstklassigen Holzes. Dieses Holz wird zu 20 bis 25 St+clem gebündelt, transportiert und weiterverarbeitet. Die Pfropfstöcke werden in Längen gesägt oder geschnitten, je nachdem, wie es die verschiedenen Kunden wünschen.

Geflochtene Weiden stehen bei Weidenzaunonline.de in allen Größen und Typen zur Verfügung. Man kann diese für Weidenflechtzäune benutzen, welche von unseren Mitarbeitern oder Ihnen selbst geflochten werden können.

Das restliche Holz in den Plantagen wird mit der selbstgebauten Erntemaschine geschnitten. Die Erntemaschine erstellt alle 11 Sekunden ein Reisigholzbündel und produziert so 300 Bündel die Stunde bzw. 2400 pro Tag. Früher wurden 24 Personen für das gleiche Ergebnis benötigt, während mit der Erntemaschine nur 2 Personen erforderlich sind. Mit dieser effizienten Arbeitsmethode hat man schnell genug Material, um Faschinen und Uferschutz für den Wasserbau zu fabrizieren.

Haben Sie eine Frage an Van Aalsburg Reisigholz Handelsfirma?